Zypern im März 2011

1.Tag, die Anreise

Oh Gott, der Flieger ging schon um 6 Uhr 15!  Morgens!!  Abholung also schon um  3 Uhr 45!!

Der Start erfolgte pünktlich, nach einer Stunde Zwischenlandung in Nürnberg. Leider dort ein Aufenthalt von 1 ½ Stunden. Der Weiterflug nach Zypern ging dann ebenfalls pünktlich ab, nach 3 Stunden dann Landung in Pafos. Abflug in Düsseldorf bei gefühlten 0 Grad, die Landung dann bei tatsäch- lichen 22 Grad, wohlgemerkt plus.

Der Transfer ins Hotel hat dann eine halbe Stunde gedauert. Allerdings nicht in das gebuchte, da dieses überbucht war, sondern in ein anderes (besseres) Hotel der gleichen Hotelkette.

Nach dem Einchecken und Koffer auspacken habe ich dann eine erste Besichtigungs- tour durch die Anlage gemacht. Auch den Weg entlang am Strand habe ich ein Stück in Augenschein genommen. Nur kurz, da die Sonne unterging und es dann doch erheblich kälter wurde. Darauf war ich nicht vorbereitet.

Das Abendessen im Hotel war dann Erwartungsgemäß sehr gut, und nach einem leckeren Glas Zypriotischen Rotwein beende ich diesen Tag.

2.Tag,

Heute hab ich noch mal lange geschlafen, da ich in den nächsten Tagen Ausflüge unternehmen möchte, und dann natürlich früher aufstehen muss. Also, nach einem ausgiebigen Frühstück auf der Sonnenterrasse   bei gefühlten 30 Grad findet die Info-Veranstaltung mit dem Reiseleiter statt.

 Danach erst mal ein Stündchen Sonne tanken, macht im Liegestuhl am Pool mit `nem leckeren Drink natürlich den meisten Spaß.

 

Anschließend hab ich mich dann auf den Weg zum Hafen von Pafos gemacht. Der gut befestigte Weg führt am Strand entlang, ca. 30 – 40 Minuten. Immer in der Sonne, mal vorbei an ein paar Palmen, mal an dem einen oder anderen Hotel.

Der Hafen von Pafos liegt in einer größeren Bucht, gesäumt von schönen Restaurants, Cafes und Geschäften. Auch Straßenhändler bieten dort ihre Waren an. Es herrscht eine angenehme, typisch südländische und lockere Atmosphäre. Am Ende der Mole liegt ein altes, türkisches Fort. Von dort aus hat man einen tollen Blick über das gesamte Hafengebiet. Lohnt sich wirklich, mal dort hinauf zu gehen.

Nach einem leckeren Mittagessen, wieder in der wohlig warmen Sonne, mache ich mich wieder auf den Rückweg ins Hotel. Diesmal jedoch durch den Ort. Auch hier ein paar schöne Restaurants und Geschäfte.

Dann noch mal auf den Liegestuhl, anschließend Abendessen und ein Drink in der Bar und schon war der 2. Tag schon wieder zu Ende.

 

3. Tag

Heute findet der 1. Ausflug statt, und zwar eine organisierte Inselrundfahrt. Der 1. Foto-Stop schon nach kurzer Fahrt, und zwar oberhalb des Geburtsortes der Aphrodite = Petra tou Romiou. Dort soll der Legende nach Aphrodite aus dem Schaum der Wellen geboren sein, daher spricht man auch von der „Schaumgeborenen“.

 

 

 

 

 

Weiter geht’s nach Larnaca, dort besuchen wir die Agios-Lazaros-Kirche, eine Mehrkuppelkirche. Gebaut an der Fundstelle eines Sarkophags mit der Bezeichnung Lazarus.  Die Agios-Lazaros-Kirche ist eine prächtige Kirche, erbaut von Kaiser Leon VI. im 9. Jahrhundert. Acht Tage vor Ostern wird die Ikone des Heiligen Lazarus in einer Prozession durch die Straßen Larnakas getragen.

 

Anschließend geht’s weiter nach Nikosia (oder Lefkosia), der Hauptstadt von Zypern. Dort hat man vom 9.Stock eines Kaufhauses einen phantastischen Blick über Nikosia, auch in den türkisch besetzten Teil der geteilten Stadt.

 

 

 

Am großen Bergmassiv von Zypern, dem Pentadaktylos (Fünffingerberg), prangt eine riesige Fahne als eine Provokation gegenüber den griechischen Zyprioten. Am Anfang war die Fahne nur auf den Berg gemalt, jetzt wird sie nachts erleuchtet. Erst sieht man die türkische Fahne und dann verwandelt sie sich in die TRNC--Fahne.

 

 

Nach der Mittagspause ging es weiter in das Dorf Asinou, dort haben wir eine Scheunendach-Kirche besichtigt. Diese Kirche ist eine von 10 Kirchen, die von  der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurden. Innen sind die Wände rundum mit wundervollen, farbenprächtigen Bildern ausgestattet. Leider ist das fotografieren innen verboten, wie in fast allen Kirchen auf Zypern. Nach der Besichtigung gabs ein typisch zyprisches Essen = Meze, bestehend aus verschiedenen Gängen: Salat, Pasta, Kuskus, verschiedene Fleischgerichte und Obst.

Die abschließende Fahrt durch schöne Weindörfer im Trodosgebirge war ein echter hingucker, sehr schöne Landschaft!

Der Tag endet mit dem Abendessen im Hotel, natürlich mit einem leckeren Rotwein :))

4. Tag

Der 2.Ausflug führte in das Trodosgebirge mit dem höchsten Berg, dem „Olympus“, 1.950 m hoch. Wieder, wie am Vortag, eine schöne Fahrt durch malerische Bergdörfer, u.a. die bekannten Orte Platres und Lania.

Als erstes wird dann das Kykkos-Kloster besichtigt. Zyperns bekanntestes Kloster aus dem 12.Jahrhundert. Es liegt auf dem gleichnamigen Bergrücken in ca. 1.200 Meter Höhe. Die Gebäude sind in einem ausgezeichneten Zustand, da sie nach einem Brand im Jahr 1813 neu erstellt wurden. Die Kirche innen ist reich verziert und bemalt, leider auch hier: Fotografieren verboten. Bekannt ist das Kloster auch u.a. wegen des in der nähe gelegenen Grabes von Erzbischof Makarios III.

Der schöne Eingang

Der Innenhof

Der Innenhof mit den wunderschönen Wandmalereien

Außenansicht

Anschließend wurde eine mittelalterliche Brücke besichtigt, deren Name mir leider nicht mehr einfällt.

Die Rückfahrt führte wieder durch Bergdörfer.

Und auch dieser Tag endet mit dem Abendessen im Hotel, natürlich ……………..

5. Tag

Dieser Ausflug war das absolute Highlight! Es ging mit einem Land Rover Defender quer Feld ein auf die Akamas Halbinsel.

Als erstes ging es in die Avagas Schlucht, die u.a. aus ca. 30 Meter hohen Kalksteinwänden besteht. Es gibt eine reichhaltige, wunderschöne Vegetation, die zu einer kleinen Wanderung genutzt wurde. Entlang eines kleinen Flusses, der mehrmals mittels im Wasser liegender Steine überquert werden musste. Da ich für eine derartige Wanderung nicht das richtige Schuhwerk anhatte, hab ich nach kurzer Strecke halt gemacht und auf die Rückkehr der restlichen Tourmitglieder gewartet.

Dann ging es dann weiter zur Lara-Bucht. Diese Bucht wird von der grünen Meeresschildkröte und der Carretta-Carretta-Schildkröte als Brutplatz genutzt, was in den Monaten Juni bis September passiert. Zum Glück hat die Regierung von Zypern dort ein Schutzgebiet eingerichtet. Es gibt immer viele freiwillige Helfer, die die abgelegten Eier überwachen und anschließend dafür sorgen, dass die geschlüpften Jungschildkröten unversehrt ins Meer gelangen. Oberhalb des Strandabschnittes gibt es einen sehr interessanten Informationsstand über die div. Schutzmaßnahmen.

Anschließend fuhren wir nach Polis, dort am Rande der Stadt auf der Terrasse eines Hotels gab es dann wieder ein Zypriotisches Mittagessen,  von wo wir aus anschließend zum Bad der Aphrodite fuhren. Dieses liegt in einem kleinen, angelegten Park und ist ein natürliches Wasserbecken. Unter  einem Felsüberhang befindet sich eine Quelle wo Aphrodite ihr Liebesabenteuer mit Akamas, dem Sohn des Theseus, hatte. Man sagt, dass das Wasser wie ein Liebestrank wirkt.

Die Rückfahrt ins Hotel führte uns dann durch ein paar traditionelle Dörfer des Akamas-Gebietes

Und auch dieser Tag endet mit dem Abendessen.…………….

 

6. Tag

Der vierte und letzte Ausflug führte mich nach Nikosia, der letzten geteilten Hauptstadt Europas. Zunächst ging es, vorbei an der venezianischen Stadtmauer mit dem berühmten Famagusta-Tor, zum Freiheitsdenkmal, welches kurz nach der Befreiung von der britischen Kolonial-herrschaft 1960 erstellt wurde.

 

 

Von dort ging es zu Fuß weiter zum Erzbischöflichen Palast mit dem Denkmal von Makarios III. davor, und dann die Besichtigung der Johannes-Kathedrale mit ihren wundervollen Wandmalereien. Leider auch hier: Fotografieren verboten.

 

 

Danach ging es ins archäologische Museum, welches aus 14 Sälen besteht, die voll gestopft sind mit Original-Kunstwerken aus dem 8.Jahrtausend v.Chr. bis zum Ende der Antike.

Aber auch hier: Fotografieren verboten.

Die Mittagspause verbrachte ich in der sehr schön restaurierten Altstadt von Niokosia. Anschließend traf sich die Reisegruppe am Grenzübergang zum türkisch besetzten Teil der Stadt. Nach dem ausfüllen eines „Grenzübergangzettels“ betraten wir dann diesen Teil der Stadt, welcher sich sofort vom nicht besetzten Teil abhob. Man fühlte sich in einen türkischen Basar versetzt, die Häuser sehr alt, nicht restauriert, zum Teil verfallen. Die Geschäfte voll mit Souvenirs und sog. Markentextilien.

 

 

Der Übergang zum türkisch besetzten Teil

 

Wir besichtigten dort dann die Selimiye-Moschee, es handelt sich bei dem Gebäude um eine ehemalige christliche Kathedrale (die Agia Sofia) welche zur Moschee umgebaut wurde.

 

Von dort ging es dann weiter zu der ehemaligen Karawanserei Büyük Han aus dem 15. Jahrhundert. Im inneren befinden sich eine kleine Moschee und viele kleine Geschäfte und kunsthandwerkliche Werkstätten.   Auch gibt es ein Restaurant, man     kann im Innenhof im Schatten der restaurierten Mauern gemütlich    sitzen.

 

Nachdem wir dann die Grenze wieder überquert hatten, ging es zurück durch die Altstadt zur Stadtmauer, wo der Bus bereits auf uns wartete und uns ins Hotel zurück brachte.

 

 

Und auch dieser Tag endet mit…………………      

 

7. Tag

Heute muss ich den Tag selber gestalten! Das ist leicht, da zum einen der Hafen von Pafos sehr schön ist und zum anderen sich eine große Ausgrabungsstätte in unmittelbarer Hafennähe befindet.

Dorthin hat es mich auch als erstes verschlagen. Auf dem Gelände wurden phantastische Mosaike entdeckt, die sich in der Villa des Dionysos befinden. Es wurden insgesamt (bis jetzt) 22 Räume ausgegraben, in denen sich Mosaike befinden, die immer andere Motive zeigen. Sie gehören auf der Insel zu den kostbarsten Überresten aus dem Altertum.

 

Nach gut 2 Stunden Aufenthalt verlasse ich das Gelände und bekomme noch den Rest eines im Hafen stattfindenden Konzertes mit. Danach nehme ich ein spätes Mittagessen in einem der hübschen Restaurants im Hafen ein und nach einem erneuten kleinen Bummel entlang der Mole und einem abschließenden typischen Zypriotischen Kaffee (stark und süß) mache ich mich auf den Rückweg ins Hotel.

Denn es ist Kofferpacken angesagt. 

 

Und auch der letzte Abend endet…………………

8. und letzter Tag 

Heute nochmal lange geschlafen und ausgiebig gefrühstückt. Da der Koffer gepackt ist kann ich mich noch mal ein Stündchen an den Pool legen. Mittags pünktlich 12 Uhr 30 geht es dann mit dem Bus zum Flughafen. Und um 16 Uhr geht der Flieger wieder Richtung kaltes Deutschland.

Da der Flug in den Abend hinein geht, erlebe ich noch einen atemberaubenden Sonnenuntergang über den Wolken.

 

 

Und dann gab es noch die Begegnung der unheimlichen Art:

E N D E